Eine private Krankenvollversicherung ist in Ungarn nicht vorgesehen, weil es in Ungarn nur eine einzige Gesundheitskasse gibt, die jeden Einwohner Ungarns aufnehmen muss. Abgesehen von den Fällen, in denen Prämien von deutschen gesetzlichen Kassen an die ungarische Kasse übergeleitet werden, muss jeder Immigrant sich selbst direkt bei der Gesundheitsversicherung versichern. Da die deutschen privaten Krankenversicherungen in diesem Sinn nicht Teil des Sozialversicherungsabkommens sind können Sie sich nicht über Ihre private Krankenversicherung bei der Gesundheitsversicherung in Ungarn versichern. Es ist jedoch legal, dass die deutsche Versicherung Ihre ungarischen Rechnungen bezahlt, jedoch sind die speziellen Leistungen einer PKV in Ungarn in aller Regel nicht verfügbar, weil viele der üblichen Wahlleistungen unbekannt sind. Ab Sommer 2020 können Leistungen nur noch über die Gesundheitskasse abgerechnet werden, die Ausstellung von Rechnungen dürfte damit unmöglich werden.
 
Wenn Sie sich nicht freiwillig in der ungarischen Gesundheitsversicherung versichern möchten, dann sollten Sie auf jeden Fall bei Ihrer PKV abklären, ob Sie mit dauerhaftem Wohnsitz in Ungarn überhaupt versichert bleiben können. Dieses liegt allein an Ihrem Versicherungsvertrag, Ihre Versicherungsgesellschaft wird Sie beraten. Ihre Anwartschaft aufrecht zu erhalten ist in jedem Fall sinnvoll!
 
Vorsicht Falle: es gibt in Ungarn keine Private Krankenversicherungen (abgesehen von Zusatzversicherungen). Daher leugnen viele Beamte die Existenz in Deutschland und erkennen keine Vorversicherung an. Es lohnt sich für privat Versicherte den Wohnsitz frühzeitig anzumelden, denn ohne Vorversicherung haben Sie eine Wartezeit von einem Jahr, das entfällt nach einem Jahr.
 
Wenn Sie in Ungarn Einkommen aus selbständiger oder unselbständiger Arbeit erziehlen, dann sind Sie in der ungarischen Gesundheitsversicherung pflichtversichert und können Ihre Versicherung nicht mehr wählen.
 
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